Presseberichte und Hauszeitungen

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    Presseberichte Hospitalstiftung

Eine Kapelle für das Krankenhaus - 12/2011

Zauberhaftes Büfett lockt zahlreiche Gäste - 08/2011

Altenpflege vor dem Kollaps - 11/2010

So viele Besucher wie noch nie - 07/2010

Der Pflege-TÜV steht selber in der Kritik - 07/2010

"Ein Eigentor" - von Claus Fussek  - 07/2010

Was machen die im Altenheim? - 11/2009

Wie finde ich das richtige Altenheim? - 10/2009

Sommerfest der Hospitalstiftung ein voller Erfolg - 08/2009

Sommerfest der Hospitalstiftung am 15. August - 08/2009

Ulla Schmidt will eine Million neue Jobs für die Pflege - 08/2009

Woran die Heime wirklich kranken - 08/2009

Pflege-TÜV: Zwölf Mann für eine Heimkontrolle - 08/2009

Kapelle des Seniorenzentrums erstrahlt in neuem Glanz - 08/2009

Altes Brauchtum zum Fest Mariä Himmelfahrt - 08/2009

Hospitalstiftung beteiligt sich am Ferienprogramm - 07/2009

Zum Verständnis der Pflegepolitik - 02/2009

Prälatengarten wurde gesegnet - 08/2008

Extra: 400 Jahre Hospitalstiftung (März 2003) - 08/2003

Die Herren kamen sozialen Pflichten nach - 08/2003

Ruhr-Epedimie war Anlass für Bau eines Hospitalstifts - 08/2003

In Zusmarshausen wächst ein zweites Standbein - 08/2003

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   Eine Kapelle für das Krankenhaus

Weihejubiläum - Der Andachtsraum in Zusmarshausen besteht seit 100 Jahren

VON MANFRED MILLER

Um ein Haar hätte Zusmarshausen überhaupt kein Krankenhaus bekommen. Die Entscheidung hätte damals vor gut 100 Jahren nicht knapper sein können.

"In seiner außerordentlichen Versammlung vom 5. Oktober 1907 hat der Distriktsrat Zusmarshausen mit 31 gegen 30 Stimmen durch Stichentscheid des Vorsitzenden beschlossen, ein neues Distriktkrankenhaus in Zusmarshausen zu bauen."

Diese Meldung konnte man kurz darauf dem Amtsblatt für das königliche Bezirksamt Zusmarshausen entnehmen. Das Krankenhaus, heute längst wieder Geschichte, konnte also gebaut werden. Jetzt konnte die 100. Wiederkehr der Weihe der Krankenhauskapelle, inzwischen ein Stück des Seniorenheims St. Albert, gefeiert werden.

Franziskanerinnen von Maria Stern aus Augsburg übernahmen schließlich im neu gegründeten Spital die Krankenversorgung. Und sie waren es auch, die darauf gedrängt hatten, eine Kapelle zu bekommen. Diese wurde, was für die damalige Zeit ungewöhnlich war, vom Augsburger Bischof Maximilian von Lindt im Jahre 1911 eingeweiht.

Weihbischof Josef Grünwald zelebriert den Festgottesdienst in der Hauskapelle des Seniorenzentrums Zusmarshausen. Die Kapelle kann am Wochenende von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Foto: Luitgard Hörmann

Auch beim jetzigen Festakt war ein Bischof vor Ort, Weihbischof Josef Grünwald, der den Festgottesdienst hielt. Er betonte in seiner Predigt, dass eine Kapelle für ein Seniorenzentrum eine besondere Bedeutung habe, sei sie doch ein "Ort der Stille, des Gebetes, des Bittens und Dankens". Für ihn gehöre das Religiöse unmittelbar zur 'pflegerischen Betreuung.
Ulrich Fischer, der das Harmonium aus dem 19. Jahrhundert spielte, hat dieses in 140 Stunden Arbeit kostenlos renoviert.

Der Festakt wurde musikalisch begleitet von Ulrich Proske am Flügel. Heimleiter Klaus-Peter Hafner freute sich besonders, dass der Kreisheimatpfleger Professor Walter Pötzl als Festredner gewonnen werden konnte. Er sprach zum Thema "Ein Krankenhaus für das Bezirksamt Zusmarshausen".

Pötzl ging in seinem Vortrag zunächst darauf ein, dass die Aktenlage für das Bezirksamt Zusmarshausen (heute Landratsamt) "miserabel" ist, denn die Akten sind, nachdem man sie nach Augsburg umsiedelte, bei der Bombardierung verbrannt. Gesichert ist jedoch, dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine "intensive Neugründung von Krankenhäusern" festzustellen ist.

Während Wertingen bereits 1898 und Günzburg 1902 ein Krankenhaus besaßen, gab es in Zusmarshausen, das damals 1100 Einwohner zählte, nur ein "kleines Haus mitzwei Zimmern und sechs Betten". Die Errichtung eines Krankenhauses bedeutete einen "unwahrscheinlichen Fortschritt", denn die Menschen wurden dort nur bei chirurgischen Eingriffen eingeliefert, während man innere Krankheiten mit naturheilkundlichen Praktiken oder gar mit sogenannten "Hexenmeistern" zu behandeln versuchte.

Es war mit großen Schwierigkeiten verbunden, so Pötzl, ein Distriktkrankenhaus in Zusmarshausen zu errichten, weil den Mitgliedern des Distriktausschusses (heute Kreistag) die Baukosten zu hoch waren. Dass der Bau von oberster Stelle gewünscht wurde, ist dem Amtsblatt von 1911 zu entnehmen, in dem es heißt, dass die königliche Regierung unbedingt an der "Errichtung eines neuen entsprechenden Distriktkrankenhauses für den Markt Zusmarshausen" festhalten müsse.

Für die Eröffnung des neuen Distriktkrankenhauses am 5. November 1912 wurde sogar ein Extrablatt des Amtsblattes gedruckt, was damals durchaus ungewöhnlich war. Das Bezirkskrankenhaus und das später daraus entstehende Kreiskrankenhaus, betonte Professe Pötzl abschließend, "gehören zur zentralörtlichen Bedeutung von Zusmarshausen".


   Zauberhaftes Büfett lockt zahlreiche Gäste                                      

Am Montag, den 15. August - Maria Himmelfahrt -  fand im Hof der Hospitalstiftung das alljährliche Patrozinium und Sommerfest statt.

In der vollbesetzten Kirche wurde in der Früh ein Festgottesdienst abgehalten und im Anschluss mit der Musikvereinigung frühgeschoppt.

Einen großen Besucheransturm verzeichnete das Fest dann nochmals zur Mittagszeit, als ein hervorragendes Büfett hergerichtet wurde, bei dem keine kulinarische Spezialität ausgelassen wurde.

Um 15:00 Uhr stimmte die Dinkelscherbener Bläsergruppe zünftige Töne an. Ein buntes Rahmenprogramm, reichend von einem kleinen Basar bis hin zu einem Märchenzelt, rundete die Feierlichkeiten ab.

zur Bilder-Galerie "Sommerfest 2011"


   Altenpflege vor dem Kollaps

Nachwuchsprobleme - immer weniger Bewerber für die Heime.

Dramatisch gestaltet sich die Prognose des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe, der mit der Aktion "Gelbe
Karte an die Bundeskanzlerin" auf die Probleme durch den Personalmangel in der Altenpflege aufmerksam machen will.

Dass sich die Situation immer mehr zuspitzt, davon sind auch die Heimleiter in der Region überzeugt. Klaus-Peter Hafner, Leiter der Hospitalstiftung Dinkelscherben, sagt: "Bei den Bewerbern können wir nicht mehr aus der vollen Hand
schöpfen. Es werden immer weniger."

Diese Entwicklung bestätigt Stefan Pootemans, Leiter des Johannesheims in Meitingen: "Grundsätzlich wird es immer schwieriger, Fachkräfte zu bekommen. Initiativbewerbungen, die vor zwei Jahren noch vorhanden waren, existieren
überhaupt nicht mehr."

Diese Probleme, dass den Pflegeheimen mehr und mehr der Personalnachwuchs fehlt, beobachtet ebenso Peter Beck, Abteilungsleiter für Soziales und Senioren im Landratsamt Augsburg: "Zwar ist noch kein Pflegeheim im Landkreis aufgrund von Personalmangel von der Schließung bedroht. Bei unserer kurz vor der Eröffnung stehenden Einrichtung ist jedoch zu beobachten, dass der notwendige Personalschlüssel schwierig zu erfüllen ist."

Noch komplizierter sei die Situation bei der ambulanten Pflege. Dort steige der Bedarf wegen des Grundsatzes "ambulant vor stationär" in den nächsten Jahren beachtlich.

Körperlich stark fordernder Beruf

Die Gründe, warum die Altenpflege diese Nachwuchsprobleme hat, sind für Pootemans vielschichtig: "Ein Punkt ist sicherlich, dass der Beruf des Altenpflegers körperlich sehr anspruchsvoll ist. Auch der Umgang mit dem Tod ist psychisch belastend." Zudem fanden sich die Auszubildenden, die mit Idealismus in den Beruf gehen, schnell in der Realität
wieder. "Viele Aufgaben eines Altenpflegers sind einfach administrativer Art." Doch diese Dokumentationspflicht sei für sich genommen besonders im Hinblick auf Professionalität unausweichlich.

Viel prekärer sind für Pootemans der schlechte Ruf der Branche und die außerordentlichen Vorschriften seitens des Gesetzgebers: "Altenpfleger leisten überwiegend sehr gute Arbeit, doch in der breiten Öffentlichkeit ist das nicht bekannt. Aus diesem Grund hat der Berufsstand auch kein besonders hohes soziales Image."

Um gegen diesen Negativtrend anzukommen, ist für Klaus-Peter Hafner ein Umdenken nötig: "Die Wiederherstellung der Preis-Leistungs-Situation, wie sie bis Mitte 2005 gegolten hat, ist unumgänglich." Ebenso eine Verbesserung des
Personalschlüssels. Für Stefan Pootemans geht es dabei nicht nur um Geld. Er fordert vielmehr einen sinnvollen Umgang mit den alten Menschen: "Die Gesellschaft muss sich entscheiden, was es mit den alten Menschen tun will. Momentan·
darf alles nichts kosten. Es ist aber unmöglich, Qualität vorzuschreiben, die von der Allgemeinheit nicht bezahlt werden will". (Sebastian Hrabak)


Leserbriefe

Bezahlt Altenpfleger endlich wie Banker! - 22.11.2010

Wenn öffentlich belegt wird, dass die Altenpflege vor dem Kollaps steht, werden die Symptome richtigerweise angeprangert: Personalmangel hinten und vorne, Überbelastung der Fachkräfte, entschieden zuwenig Personal, Arbeitsabläufe nach Stoppuhr gemessen. Doch die Hauptursache wird bei der Symptombeschreibung ausgeblendet: Altenpfleger werden entschieden zu gering bezahlt für die schwere Tätigkeit, welche sie ausüben. In unserem System hängen Bezahlung und Werteinschätzung von Berufen eng zusammen.

Erst wenn Altenpfleger wie Banker bezahlt werden und Banker wie Altenpfleger entlohnt werden, kann jenes gesellschaftlich beschämende Dilemma nachhaltig verändert werden. Solange aber die durch Banker vollzogene "Pflege von Geld" erheblich besser bezahlt wird als die "Pflege von alten Menschen", wird es eine Änderung der Altenpflege nicht geben, dies ist politisch offensichtlich so auch gewollt.

Unsere Gesellschaft ist in ihren Grundwerten neoliberal und materialistisch ausgelegt. Leidtragende sind zum erheblichen Maße unsere alten Menschen und ihre Pfleger. Gleichzeitig aber werden Spitzenmanagern und Bankern Millionengagen bezahlt, für die Bankenpleiten hatte der Staat Milliarden Euro öffentliche Gelder! Und in dieser Situation fehlen dann für eine leistungsgerechte Bezahlung von Altenpflegern die Gelder. Bezahlt Altenpfleger endlich wie Banker und Banker wie Altenpfleger! Zuerst die Menschen, danach erst der Mammon! Dieser Paradigmenwechsel hätte Auswirkungen und würde allgemein als richtig verstanden.

Christoph Wolf, Diedorf


   So viele Besucher wie noch nie

Sommerfest im Seniorenzentrum Zusmarshausen.

Auch dieses Jahr fand das Sommerfest im Seniorenzentrum Zusmarshausen wieder am Tag des Patroziniums von St. Albert, dem 25. Juli, statt. Die Heim- und Pflegedienstleitung hatte sich um ein buntes Rahmenprogramm bemüht, bei dem für Bewohner und Gäste gleichermaßen etwas geboten war.

Um 10.15 Uhr leitete Pfarrer Andreas Magg den sommerlichen Festtag mit einem Gottesdienst ein, der von der Musikkapelle Zusmarshausen musikalisch umrahmt wurde.

Danach waren Gäste und Heimbewohner in den Innenhof und das Foyer des Seniorenzentrums eingeladen, wo mit einem umfangreichen Mittagsbüfett und anschließendem Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl gesorgt wurde.

Neben einem Alleinunterhalter und einem Pianisten lockte auch das attraktive Rahmenprogramm am Sonntag rund
500 Besucher nach St. Albert.

Die Duftoase informierte über verschiedene ätherische Öle, mit der Farbschleuder konnte man ungewöhnliche Kunstwerke gestalten und beim "Heißen Draht" seine Geschicklichkeit testen.

Ein besonderer Programmpunkt war das Sitz-Fußball- Turnier, bei dem die Heimbewohner gegen mutige Besucher antraten. Parallel zum Rahmenprogramm fanden Führungen durch die Einrichtung statt. Mit einer Abendandacht in der früheren Krankenhauskapelle fand der Tag einen gemütlichen Ausklang. (akl)

Bei einem sehr unterhaltsamen Sitzfußball-Turnier erkämpfte sich ein bunt gemischtes Team aus Jung und Alt den Sieg.

Foto: Anna Klein


   Der Pflege-TÜV steht selber in der Kritik

Viele Bürger orientieren sich an Noten für Altenheime. Doch das System hat Schwächen, bemängeln Experten. Morgen Diskussion.

VON UTE KROGULL

Seit es den Pflege-TÜV gibt, kann sich Armin Rieger, Betreiber des kleinen gerontopsychiatrischen "Haus Marie" in der Jakobervorstadt, kaum vor Anfragen retten von Leuten, die ihm ein Seminar anbieten, ein Buch verkaufen oder ihn coachen wollen - alles zu einem Thema: "Wie bekomme ich gute Noten beim Pflege-TÜV?"

Schließlich machte er einen Kurs mit. Nach drei Tagen und ausgerüstet mit einem Handbuch ist ihm zweierlei klar: "Ich habe mit meiner Pflegedienstleiterin alle Konzepte umgeschrieben. Die Pflege bleibt gleich, aber wir werden dadurch bessere Noten bekommen. Das machen jetzt alle so. " Und: "Der Pflege-TÜV ist legalisierter Betrug. In der Gesamtnote kann ich mit einem Speiseplan in der richtigen Schriftgröße selbst Pflegemängel ausgleichen.

Bild rechts: Jörg Fröhlich vom Medizinischen Dienst - "Bestimmte Risikobereiche können gar nicht immer kontrolliert werden."

"Der Pflege-TÜV, der vor einem Jahr eingeführt wurde, um Kunden mehr Durchblick bei der Qualität der Pflegeheime zu verschaffen, steht nun selbst in der Kritik. Mehrere Gerichte haben das Bewertungssystem als unzulässig erklärt. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) prüft unangemeldet Heime nach den Kriterien Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft, Umgang mit Dementen und Bewohnerzufriedenheit und veröffentlicht das Ergebnis in Noten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft) im Internet.

In Augsburg wurden bislang 14 Heime und 13 ambulante Dienste geprüft. Selbst wer gut wegkommt, ist von dem Transparenzinstrument nicht -'''unbedingt begeistert. So sagt Petra Adrianowytsch, Geschäftsführerin des Pflegedienstes "Caritative Dienste Nord-West, der eine 1,0 erreichte:  "Der TÜV hat keine Aussagekraft. "Dokumentation werde überbewertet, den Menschen werde man nicht gerecht. Ihr Fazit: "Wir sind hilflos, wie wir Pflege messen.

"Die schwierige Aufgabe des Messens obliegt unter anderem Jörg Fröhlich. Er war früher Leiter des angesehenen Afraheims im Domviertel und ist inzwischen beim MDK Koordinator für die Qualitätsprüfungen in Südbayern. Bei einem Vortrag im Zeughaus gab er offen zu: "Bestimmte Risikobereiche können nicht immer kontrolliert werden, weil sie bei den Stichproben nicht erfasst werden können.

"Beispiel sei das wichtige Thema Dekubitus (Wundliegen). Da der MDK Senioren nur nach dem Stichprobenprinzip in Augenschein nehmen darf, kann es sein, dass niemand mit Dekubitus dabei ist. Dasselbe gilt für Demenz. Fröhlich betonte jedoch, dass kein schlechtes Heim sich bei der Prüfung in ein gutes verwandeln könne. Schwarze Schafe finde man immer heraus.

"Dort stimmt die Struktur nicht, bis hin zu Heimleitung und Betreiber. " Laut Fröhlich hat man bei den bayernweit 465 geprüften Heimen und 424 ambulanten Diensten viele neuralgische Punkte entdeckt: So bekam ein Viertel der Heime schlechte Noten beim Umgang mit Dementen. Zu wenig Wert werde oft darauf gelegt, das Wohlbefinden der Bewohner herauszufinden und ihre Vorlieben zu berücksichtigen.

Bei systematischer Schmerzeinschätzung und Medikation hapert es ebenfalls häufig. Insgesamt erhielten bayernweit 20 Prozent der Heime nur die Noten ausreichend/mangelhaft für Pflege und medizinische Versorgung, bei den ambulanten Diensten bekam sogar ein Drittel schlechte Noten für die Pflege.

Im Internet können Heimträger Stellung zur Bewertung nehmen. Viele nutzen das nicht, doch das Seniorenheim Ebnerstraße (Oberhausen) beschwert sich zum Beispiel, dass es eine Fünf für nicht ausreichende Veröffentlichung des Speiseplans bekam, obwohl dieser "in der Heimzeitung und per Aushang gut lesbar bekannt gemacht" werde.

Es schnitt mit der Gesamtnote 3,6 ab. Noten werden für Heime zum Wirtschaftsfaktor. "Die Leute kennen das Notensystem. Schlechte Bewertungen lassen sich kaum wettmachen", sagt Martin Neumeier, Leiter der städtischen Altenhilfe. AWO-Geschäftsführer Eckard Rasehorn befürchtet daher: "Man wird vor allem auf den Pflege-TÜV hinarbeiten. Nicht messbare Faktoren wie Menschlichkeit gehen unter." Fröhlich glaubt das nicht: "Wo man sich mit dem TÜV auseinandersetzt, verbessert sich auch die Pflege. " Und Armin Rieger, Mitinitiator des Pflegestammtischs, hat noch etwas ganz anderes anzumerken: "Einen Kurs über liebevolle Pflege hat mir noch keiner angeboten."


   Ein Eigentor

Nachgefragt - Bei Deutschlands bekanntestem Pflegekritiker.

VON UTE KROGULL

Bringen die Noten im Internet Einblick in die Qualität der Heime oder ermöglichen Transparenzrichtlinien, schlechte Pflege in gutes Licht zu rücken?

Fussek: Der enorme Aufwand der Prüfungen mit den umstrittenen Transparenzrichtlinien steht in keinem Verhältnis zum Erfolg, ist eine Vortäuschung von Transparenz. Es ist absurd, dass die Pflegeheimlobby über Prüfverfahren und Prüfkriterien mit abstimmen konnte.

Schlechte Pflege kann z.B. mit Erste- Hilfe-Kursen ausgeglichen werden. Das ist in etwa so, als wenn meine Kinder trotz schlechter Noten in Latein und Mathematik das Klassenziel erreichen, da sie in Sport und Kunst eine Zwei haben.

Bild rechts: Claus Fussek, Sozialpädagoge aus München, kämpft für menschenwürdige Heime. Er schrieb das Buch "Im Netz der Pflegemafia".

Wer weiß, welche Heime gut sind?

Fussek: Wenn Sie ein gutes Pflegeheim suchen, fragen Sie Notärzte, Rettungssanitäter oder den Bestatter. Diese Menschen kommen unangemeldet zu den unterschiedlichsten Tages- und Nachtzeiten in die Pflegeheime. Die kennen sich aus!

Wurde Pflege besser oder wird sie nur besser verkauft?

Fussek: Seit Jahren erhalte ich E-Mails, Briefe und Anrufe von verzweifelten Pflegekräften und Angehörigen, die über unerträgliche Arbeits- und Lebensbedingungen berichten. Die Branche klagt über Pflegenotstand, Zeitdruck, zu wenig geeignetes Personal, Überlastung, Überforderung, zu viel Dokumentation usw.

Es hat sich wenig geändert - und plötzlich über Nacht gibt es gute und sehr gute Noten für die meisten Pflegeheime: 95 bis 100 Prozent Bewohnerzufriedenheit in allen Pflegeheimen. Die Altenpflege hat kein Problem mehr und in den nächsten Jahren müssen keine Pflegesatzverhandlungen geführt werden - Personal und Geld reichen offensichtlich.

Im Fußball nennt man das ein Eigentor. Politik, Kostenträger und Erben werden sich freuen!

Bringt Qualitätsmanagement mit Blick auf den Pflege- TÜV den Bewohnern bessere Pflege oder nur mehr Arbeit für das Personal?

Fussek: Ein Pflegeheim ohne Mängel kann es nicht geben. Entscheidend ist, wie man mit Beschwerden umgeht. Jedes Pflegeheim ist doch von Station zu Station, von Schicht zu Schicht verschieden. Selbstverständlich geht es auch anders. Ich habe zahlreiche vorbildliche Heimleitungen und tolle Pflegekräfte kennen gelernt, denen ich meine Eltern anvertrauen würde.

Auch in diesen Heimen wird nur mit Wasser gekocht, die haben nicht mehr Geld, arbeiten unter den gleichen Rahmenbedingungen. Sie sind nicht teuerer als die schlechten. Gelebtes Qualitätsmanagement bedeutet, die Bedürfnisse und Biografien der Bewohner stehen im Mittelpunkt. Die Pflegekräfte werden von der Leitung "gepflegt".

Gute Arbeitsbedingungen bedeuten wenig Personalfluktuation, niedrige Krankheitsquoten, zufriedene Mitarbeiter identifizieren sich mit ihrem Arbeitsplatz und sind die Voraussetzung für zufriedene alte Menschen.


   Was machen die im Altenheim?

Senioren - Der SPD-Politiker Hans-Jochen Vogel und seine Frau Lieselotte erzählen, warum sie in ein Wohnstift zogen. Ihr Schritt sorgte für Aufsehen.

VON UTE KROGULL

Wer geht schon freiwillig ins Altenheim, obwohl er noch fit ist? Liselotte Vogel und ihr Mann, der SPD-Politiker Hans-Jochen Vogel, haben es 2006 getan. Dass sie in ein Apartment des Münchner Wohnstifts Augustinum zogen, sorgte damals für viel Aufsehen. Jetzt schrieb Liselotte Vogel ein Buch darüber – obwohl sie erst gar nicht wollte.

Schließlich war die Entscheidung Privatsache. Doch die 82-jährige Frau wollte Mut machen, sich mit dem Tabuthema Leben im Alter (und dem Tod) auseinanderzusetzen und eine Entscheidungshilfe geben. Das erklärte sie auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung im Augsburger Sparda-KomMed-Zentrum.

Natürlich, das wurde klar, ist das noble Wohnstift Augustinum nicht irgendein Pflegeheim. Und das Ehepaar bewohnt dort 85 Quadratmeter, die sogar getrennte Schlafzimmer möglich machen. Trotzdem war es ein außergewöhnlicher Schritt, der teilweise auf Unverständnis stieß.

Die Autorin betonte denn auch: "Ich plädiere nicht für den Weg ins Heim, sondern dafür, nicht zu warten, bis man sich nicht mehr selber entscheiden kann." Sie und ihr Mann erzählten offen davon, dass das Beispiel einer Nachbarin, die kaum noch die Wohnung verlassen konnte und ihre Tochter völlig in Beschlag nahm, ihnen sehr zu denken gab. Sie erzählten auch, wie weh ihnen Trennungen taten: ihm die von seinen Büchern, ihr die von ihrem geliebten Ferienhaus mit Garten. Doch: "Alter bedeutet eben Verzicht."

Hans-Jochen Vogel, einer der bekanntesten deutschen SPD-Politiker, sprach mit seiner Frau Liselotte in Augsburg über die Beweggründe, freiwillig in ein Altersstift zu ziehen.

Die Vogels nannten aber auch Vorteile des Heims: das Gefühl der Sicherheit zum Beispiel. Das wurde ihnen vor Augen geführt, als sich Frau Vogel kurz vor dem Umzug Arm und Bein brach und die Treppen ein fast unüberwindliches Hindernis wurden.

In ihrem Buch nennt Liselotte Vogel als Entscheidungshilfe Kriterien, nach denen man eine Wohnform im Alter (zu Hause, Seniorenheim, gemeinschaftliches Wohnen etc.) aussuchen kann. Wichtiges Thema, auch für die rund 70 Zuhörer, war die Einsamkeit, unter der viele Senioren leiden – ob in der eigenen Wohnung oder im Altenheim.

Im Augustinum ist sie für jemanden, der geistig rege ist, kein Problem. "Man muss nur auf andere zugehen", sagte Liselotte Vogel. Doch auch sie findet es bisweilen traurig, nur unter alten Menschen zu sein. Ihr Mann plädierte daher für Solidarität: "Es gibt eine Verantwortung der Menschen füreinander."

Gerade "junge Alte" seien zum Beispiel bei ehrenamtlichen Besuchen gefragt. Insgesamt werde die Gesellschaft "eine Riesenanstrengung unternehmen" müssen, in einem alternden Land "auch nur annähernd humane Verhältnisse in der Pflege zu schaffen."

Dem stimmten an dem Abend alle zu. So Stadtdekanin Susanne Kasch, die ins Thema eingeführt hatte, Moderator Alfred Schmidt, Leiter der AZ-Lokalredaktion Augsburg-Stadt, Horst Schmidt von der gastgebenden Friedrich-Ebert–Stiftung und Augsburgs SPD-Fraktionschef Stefan Kiefer, der sagte: "Das müsste das Thema Nummer eins in Deutschland sein."


Zur Person: Hans-Jochen Vogel

Hans-Jochen Vogel ist einer der bekanntesten deutschen SPD-Politiker. Er wurde 1926 in Göttingen geboren und studierte Jura.

Vogel war von 1960 bis 1972 Oberbürgermeister von München, von 1972 bis 1974 Bundesbauminister, dann bis 1981 Bundesjustizminister, 1981 kurz Regierender Bürgermeister von Berlin und 1982 Kanzlerkandidat.

Von 1987 bis 1991 war er Bundesvorsitzender der SPD und von 1983 bis 1991 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Sein Bruder Bernhard ist CDU-Mitglied und war lange Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und von Thüringen.

Hans-Jochen Vogel ist seit 1972 in zweiter Ehe mit seiner Ehefrau Liselotte verheiratet. Liselotte Vogel wurde 1927 geboren. Sie studierte Germanistik. Später wurde sie vor allem durch ihr ehrenamtliches Engagement für die Pfennigparade zugunsten Behinderter bekannt. Außerdem rezensierte sie Kinderbücher. Anfang 2006 zogen Vogel aus ihrer Münchner Wohnung in einer Seitenstraße der Maximilianstraße in das Seniorenstift Augustinum in München.

Dort leben sie in einem Apartment für Betreutes Wohnen. Das sorgte für viel Aufsehen.

Daraufhin schrieb Liselotte Vogel das Buch "Ich lebe weiter selbstbestimmt!", das 2009 im Fackelträger-Verlag erschien (192 Seiten, 17,95 Euro). (kru)


   Wie finde ich das richtige Altenheim?

Pflege - Rudolf Engel von der Heimaufsicht gibt Tipps

Die Deutschen haben Angst davor, im Alter pflegebedürftig zu werden und auf ein Seniorenheim angewiesen zu sein. Das ergab eine Umfrage des Allensbach-Instituts. Rudolf Engel von der Heimaufsicht des Landratsamtes gibt Tipps, wie man herausfinden kann, ob ein Heim gut ist.

  • Einschätzung

    Legen Sie sich im Kopf eine Checkliste zurecht, mittels derer Sie die Einrichtung leichter beurteilen können. Nach Ansicht Engels sollte jedes Heim einen Plan mit seinen Aktivitäten aushängen haben. Hilfreich ist es auch, sich beim Heimbeirat zu erkundigen, wie er die Einrichtung bewertet. "Da sitzen Leute drin, die sich durchbeißen", sagt Engel.

  • Test

    Engel empfiehlt, vor Ort die Augen zu schließen, zu riechen und zu lauschen und sich so einen Eindruck zu verschaffen, wie die Einrichtung ist. Einige Heime backen beispielsweise ihr Brot und Kuchen selber, der Duft verbreite sich im ganzen Haus. Stellen Sie sich die Frage: Würde ich mich hier selber wohlfühlen?

  • Nahrung

    Interessenten sollten sich den Speiseraum und das Essen genauer ansehen. Dies ist ein wichtiger Teil des Tages, weil dann alle Bewohner zusammenkommen. "Darüber wird untereinander gesprochen", so Engel. Erfragen Sie auch die Vielfalt beim Essen und den Getränken.

  • Personal

    Viel Personal führt nach Engels Ansicht nicht automatisch zu guter Betreuung, ausschlaggebend sei die Zuwendung. Derzeit haben, wie berichtet, viele Häuser Probleme, geeignetes Personal zu finden. Geringe Bezahlung und Schichtbetrieb schreckten ab. Gesetzlich vorgeschrieben müssen mindestens 50 Prozent der Mitarbeiter Fachkräfte sein. Wichtig ist auch, dass 24 Stunden am Tag eine Fachkraft vor Ort ist. Bei großen Häusern sollte dies auf jeder Station der Fall sein.

  • Vorlieben

    Interessenten sollten nachfragen, welches Programm die Einrichtungen anbieten. Der eine Rentner will vielleicht tanzen, der andere schwimmen und der dritte liebt Tiere. Es gibt verschiedene Angebote. Die Vorlieben sollten im Biografiegespräch mit der Heimleitung benannt werden.

  • Begehung

    Besucher müssen sich vorher in den Einrichtungen anmelden. Gemeinschaftsräume und der Garten sollten für jeden Gast zugänglich sein, Privaträume und jene des Personals sind tabu. Es gibt Einrichtungen, die über Besucherbetten verfügen.

  • Leistungen

    Leidet der Angehörige an Demenz, ist er behindert oder Diabetiker? Im Leistungskatalog ist festgeschrieben, was die Einrichtungen anbieten. Sie müssen zudem für jeden Bewohner Vergütungsvereinbarungen mit den Krankenkassen abschließen.

  • Finanzierung

    Wenn Bewohner mit dem Geld aus Rente und Pflegestufenzuschuss die Kosten nicht aufbringen können, besteht die Möglichkeit, Sozialhilfe zu beantragen. Zuvor wird aber geprüft, ob es den Angehörigen möglich ist, die Mittel aufzubringen.

  • Transparenz

    Ab dem Jahr 2011 werden die Prüfberichte, die die Mitarbeiter der Heimaufsicht bei ihren Kontrollen erstellen, veröffentlicht. Einige Heime lassen sich bereits freiwillig zertifizieren und zahlen dafür laut Engel zwischen 10.000 und 100.000 Euro.

Quelle: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 17. Oktober 2009


   Sommerfest der Hospitalstiftung ein voller Erfolg

Wie an jedem 15. August zu Maria Himmelfahrt veranstaltete die Hospitalstiftung Dinkelscherben sein alljährliches Sommerfest. Das wunderschöne sonnige Wetter lockte hunderte von gutgelaunten Besuchern jeden Alters in den historischen Innenhof des Hospitals.

Am Anfang der Tagesveranstaltung feierte Herr Pfarrer Gugler an diesem sonnigen Morgen - zusammen mit der ganzen Gemeinde und den Bewohnern - die heilige Messe im wunderschönen Innenhof des Spitals. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Musikvereinigung Dinkelscherben gestaltet. Auch der stellvertretende Landrat Max Strehle, der stellvertretende Stiftungsvorstand Herr Kindermann und die Künstlerin Frau Pröll standen auf der Gästeliste.

Am Ende des Gottesdienstes begrüßte der Heimleiter Klaus-Peter Hafner die Gäste und verwies auf den anschließenden kulturellen Höhepunkt des Tages - der Segnung des Verabschiedungsraumes.

Bild links: Herr Pfarrer Gugler zelebriert den Gottesdienst im Innenhof der Hospitalstiftung. 


Der ehemalige Aufbahrungsraum des Spitals, wo sich Verwandte und Angehörige von den Verstorbenen in Stille verabschieden können, wurde grundlegend neu gestaltet.

Im Mittelpunkt steht die neue Holzskulptur der Künstlerin Frau Pröll mit dem Titel "Der Weg", eingebettet in einem Raum mit ansprechender und angenehmer Atmosphäre.

Bild rechts: Die Segnung des neu gestalteten Abschiedsraumes mit der ansprechenden Holzskulptur "Der Weg" im Hintergrund.

Von links: Klaus-Peter Hafner (Heimleiter),

Frau Pröll (die Künstlerin der Skulptur),

Herr Kindermann (stv. Stiftungsvorstand),

Herr Max Strehle (stv. Landrat) und

Herr Pfarrer Herbert Gugler. 


Danach gab es zur Stärkung das wohlverdiente Weißwurstfrühstück, musikalisch untermalt mit abwechslungsreicher Unterhaltungsmusik durch die Musikvereinigung.

Um 12.00 Uhr kam der kulinarische Höhepunkt des Tages - das große Mittagsbüfett. 

Die über die Grenzen bekannte gute Küche der Hospitalstiftung zauberte wieder einmal ein Büffet, das keine Wünsche mehr offen ließ. Ca. 450 Besucher ließen sich dieses kulinarische Erlebnis nicht entgehen, mehr als alle erwartet hatten.

 

Bild links: Das umfangreiche Mittagsbufett hätte auch einem 3-Sterne-Hotel zu allen Ehren gereicht. 


Ab 13.30 Uhr konnte man nun bei Kaffee und Kuchen die Beine ausstrecken und Kraft für die nächste Runde sammeln. All diejenigen, die noch "Platz" hatten, besuchten das Kuchenbüfett, das selbst einem erfahrenen Konditormeister das Herz höher schlagen ließ.

Nun ging allmählich das Ganze in den gemütlichen Teil über.

Bei leichter Unterhaltungsmusik - dargeboten durch die Musikvereinigung Dinkelscherben - konnte man nunmehr interessante Gespräche führen oder bei den zahlreichen Rahmenprogrammen teilnehmen, die abwechslungsreich für Jung und Alt für kurzweilige Stimmung sorgten.

Bild rechts: Das Kuchenbüfett lässt selbst einem erfahrenen Konditormeister das Herz höher schlagen. 


Für alle Interessierten wurden Hausführungen angeboten, wo die Teilnehmer hinter die Kulissen blicken konnten, um beispielsweise zu sehen, wie die Bewohner leben (Zimmer, Aufenthaltsräume, Küche, Kapelle usw.).

Viel Spaß machten die Sitztänze, bei denen die Bewohner des Hospitals und die Besucher gemeinsam teilnehmen konnten. Im hauseigenen Kinderspielplatz mit Rutsche, Kletterhaus usw., wo wie jedes Jahr mit viel Geschick Wurfspiele veranstaltet wurden, fühlten sich die junge und ältere Kinder sichtlich wohl.

Bild links: Viel Spaß versprechen die Sitztänze, bei denen die Bewohner des Hospitals und die Besucher gemeinsam teilnehmen können. 


Am "Kleinen Basar" konnten schöne Dinge, die zum Großteil von den Bewohnern des Hospitals in den jeweiligen Aktivitätsgruppen gebastelt wurden, käuflich erworben werden.

Der Erlös kommt den verschiedenen Projekten der Hospitalstiftung zugute.

Bild rechts: Schöne selbstgebastelte Dinge konnten für einen guten Zweck erworben werden. 


Ein Highlight für alle die neue Kräfte sammeln wollten, war die "Wohlfühloase", wo man sich kostenfrei 15 Minuten durch drei sehr nette Damen verwöhnen lassen konnte.

Unzählige Besucher genossen die angenehme Hand- oder Kopfmassage in dem energiereichen und wohlriechenden Studio.

Bild links: In der Wohlfühloase konnte man bei einer Hand- oder bei einer entspannenden Kopfmassage für kurze Zeit seine Seele baumeln lassen. 


Der Nachmittag war nun vorbei, die Kräfte neigten sich durch die mannigfaltigen Aktivitäten dem Ende zu - und umso wichtiger war es nun, sich eine deftige Brotzeit zu gönnen.

Um 19.00 Uhr klang das Sommerfest aus und die restlichen Besucher machten sich zufrieden auf den Heimweg.

Bild rechts: Bei einer deftigen Brotzeit und kühlen Getränken wurden viele interessante Gespräche geführt und viele Erinnerungen ausgetauscht. 


PS: Durch Klick auf die entsprechenden Bilder können sie die entsprechenden Bilder im Großformat betrachten!

Sie alle hatten einen erlebnisreichen und unvergessenen Tag erlebt und ein Fest besucht, das immer wieder viel Freude bereitet und Jung und Alt in einem schönen, historischen Ambiente zusammenführt. Wir alle freuen uns auf das nächste Sommerfest 2010!

Peter Guggemos

Bild links: Alle "Kinder" fühlten sich rundum wohl. Wir treffen uns alle wieder im nächsten Jahr zum Sommerfest 2010 "unterm Apfelbaum"!  

zur Bilder-Galerie "Sommerfest 2009"


   Sommerfest der Hospitalstiftung am 15. August

Herr Pfarrer Gugler zelebriert den Gottesdienst im Innenhof der Hospitalstiftung. 

Am Samstag, den 15. August 2009 findet von 9.00 bis ca. 19.00 Uhr das alljährliche Sommerfest der Hospitalstiftung Dinkelscherben statt.

Der Gastgeber Herr Klaus-Peter Hafner verspricht im Namen der Hospitalstiftung viele kulinarische, visuelle und gefühlvolle Höhepunkt bei diesem Sommerfest.

Es wird für Jung und Alt etwas geboten, dass wie jedes Jahr lang in positiver Erinnerung bleiben wird.

"Schön ist die Begegnung mit den älteren Bewohnern des Hospitals, wo man fühlt, dass die Senioren in zurückhaltender Zufriedenheit ihr Leben noch genießen und sich freuen, auf solchen Festen wieder in Kontakt mit jungen Menschen zu kommen - und für uns Junge ist dies immer wieder eine schöne Erfahrung" erzählte uns letztes Jahr ein jugendlicher Besucher des Sommerfestes.


Programm:

  • 09.00 Uhr - Gottesdienst im Innenhof

    Herr Pfarrer Gugler zelebriert den Gottesdienst im Innenhof der Hospitalstiftung

  • 10.00 Uhr - Segnung des Verabschiedungsraums

    Segnung des neu gestalteten Verabschiedungsraums durch Herrn Pfarrer Gugler

  • 10.30 Uhr - Weißwurstfrühstück

    Zur Stärkung gibt es nach dem Gottesdienst das wohlverdiente Weißwurstfrühstück musikalisch untermalt mit abwechslungsreicher Unterhaltungsmusik durch die Musikvereinigung Dinkelscherben

Der kulinarische Höhepunkt des Tages - das große Mittagsbüfett, das keine Wünsche offen lässt. 


Das umfangreiche Mittagsbufett hätte auch einem 3-Sterne-Hotel zu allen Ehren gereicht. 

  • ab 13.30 Uhr - Kaffee und Kuchen

    Bei Kaffee und Kuchen kann man nun, nach dem anstrengenden Mittagessen, die Beine ausstrecken und Kraft für die nächste Runde sammeln.

  • 14.00 Uhr - Unterhaltungsmusik im Hof

    Nun geht es zum gemütlichen Teil über. Bei leichter Unterhaltungsmusik - dargeboten durch die Musikvereinigung Dinkelscherben - kann man nunmehr interessante Gespräche führen oder bei den zahlreichen Rahmenprogrammen teilnehmen.

  • ab 17.00 Uhr - Brotzeit

    Der Nachmittag ist nun vorbei, die Kräfte neigen sich durch die mannigfaltigen Aktivitäten schon dem Ende zu - und so wichtiger ist nun, sich eine deftige Brotzeit zu gönnen, um den Endspurt erfolgreich zurück legen zu können

  • ca. 19.00 Uhr - Ausklang und Ende


Rahmenprogramme

Zwischen den einzelnen Terminen sorgt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Jung und Alt für kurzweilige Stimmung.

  • Hausführungen

    Für alle Interessierten bieten wir zur gegebener Zeit Hausführungen an, wo die Teilnehmer hinter die Kulissen blicken können, um beispielsweise zu sehen, wie die Bewohner leben (Zimmer, Aufenthaltsräume, Küche, Kapelle usw.).

  • Sitztänze

    Viel Spaß versprechen die Sitztänze, bei denen die Bewohner des Hospitals und die Besucher gemeinsam teilnehmen können.

Viel Spaß versprechen die Sitztänze, bei denen die Bewohner des Hospitals und die Besucher gemeinsam teilnehmen können. 


Hier können schöne Dinge, die zum Großteil von den Bewohnern des Hospitals in den jeweiligen Aktivitätsgruppen gebastelt wurden, käuflich erworden werden. 

  • Wurfspiele für Kinder

    Beliebt bei den Kindern sind jedes Jahr die Wurfspiele, die viel Geschick voraussetzen.

  • Kinderspielplatz

    Der Ort, wo sich junge und ältere Kinder sichtlich wohlfühlen ist unser hauseigener Kinderspielplatz mit Rutsche, Kletterhaus usw.

  • Kleiner Basar

    Hier können schöne Dinge, die zum Großteil von den Bewohnern des Hospitals in den jeweiligen Aktivitätsgruppen gebastelt wurden, käuflich erworden werden

    Der Erlös kommt den verschiedenen Projekten der Hospitalstiftung zugute


Wir freuen uns auf ihren Besuch, bringen sie ihre Kinder und Enkelkinder mit und feiern sie mit uns das Sommerfest, das immer wieder viel Freude bereitet und Jung und Alt in einem schönem, historischen Ambiente zusammenführt.

Klaus-Peter Hafner

Alle "Kinder" fühlen sich rundum wohl. 

zur Bilder-Galerie "Sommerfest 2008"

zur Bilder-Galerie "Sommerfest 2007"

PS: Durch Klick auf die entsprechenden Bilder können sie die entsprechenden Bilder im Großformat betrachten!


   Ulla Schmidt will eine Million neue Jobs für die Pflege

Interview SPD-Politikerin verweist auf den Bedarf in einer älter werdenden Gesellschaft

VON WINFRIED ZÜFLE

Jeder vierte der vier Millionen Zukunfts-Jobs, die SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier bis 2020 schaffen will, soll im Gesundheitssektor entstehen.

Im Interview mit unserer Zeitung sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD): "Der Bedarf wird ohne Einschränkung von allen Experten so gesehen."

In einer älter werdenden Gesellschaft müssten zusätzliche Ansprüche in den Bereichen Pflege, Betreuung und medizinische Versorgung erfüllt werden, sagte die Sozialdemokratin. Bis zu eine Million zusätzliche Fachkräfte würden dafür im kommenden Jahrzehnt benötigt.

Zur Finanzierung verwies Schmidt darauf, dass der Staat einen Teil der Ausgaben, etwa für Prävention, übernehmen könne. Sie ließ aber keinen Zweifel: "Auf die gesetzliche Krankenversicherung und die Pflegeversicherung kommen neue Aufgaben zu." Umso wichtiger sei, diese auf finanziell gesunde Beine zu stellen. Sie empfahl dafür die Bürgerversicherung, die an die Stelle des Dualismus von gesetzlicher und privater Krankenversicherung treten soll. "Dann haben wir eine gute Grundlage, dass Infrastruktur bei uns entstehen kann und dass die Menschen in diesen Berufen auch anständig bezahlt werden."

Die SPD-Politikerin forderte erneut die Abschaffung der "Minutenpflege". Derzeit werden Patienten einer Pflegestufe zugeordnet, und es wird festgelegt, wie viele Minuten für einzelne Tätigkeiten wie Körperwäsche oder Ankleiden zur Verfügung stehen. Dies müsse einer ganzheitlichen Betrachtung weichen, die den Menschen mehr Selbstständigkeit lässt. Schmidt warf dem Koalitionspartner CDU/ CSU vor, eine Grundsatzentscheidung in diesem Sinne im Bundestag verhindert zu haben.

Pflegeversicherung

  • Die Pflegeversicherung wurde 1995 in Deutschland eingeführt.

  • Wer gesetzlich krankenversichert ist, ist automatisch in der sozialen Pflegeversicherung versichert. Privat Krankenversicherte müssen eine private Pflegeversicherung abschließen.

  • Welche Leistungen ein Pflegebedürftiger aus der Versicherung erhält, hängt vom Grad und der Dauer der Hilfebedürftigkeit ab. (AZ)

Quelle: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 11. August 2009


   Woran die Heime wirklich kranken

Die Entscheidung, in ein Altenheim zu gehen, fällt schwer. Man hört Negatives über Altenheime allgemein, manchmal über ein Heim Positives und Negatives zugleich. Senioren und ihre Angehörigen sind verunsichert. So ist das öffentliche Benotungssystem des Pflege-TÜVs ein guter Schritt zu mehr Klarheit. "Schwarze Schafe" kann man damit finden.

Doch gibt es berechtigte Sorgen, dass ein ordentliches Heim schlecht wegkommt oder ein mittelmäßiges sich mit guten Konzepten "tarnt". Deshalb gilt weiter: Genau hinschauen. Mit Angehörigen von Heimbewohnern reden, mit dem Heimbeirat (wenn einer existiert, ist das schon ein gutes Zeichen), mit Ärzten. Sie alle wissen genau, wie es in einem Heim zugeht.

Und sie wissen auch, woran alle Heime kranken: Die Politik hat einen derart miserablen Pflegeschlüssel zugelassen, dass nur mit beachtlicher Leistung halbwegs ordentliche Pflege möglich ist. Der vorgeschriebene Schnitt lautet: 40 Pflegekräfte für 100 Senioren. Das ist ein Witz, wenn man Rund-um-die-Uhr-Betreuung sieben Tage die Woche, Urlaube und Krankheitsfälle einberechnet. Daran wird der Pflege-TÜV nichts ändern. Er benennt nur Symptome.

Wenn man Politikern die Ergebnisse des Pflege-TÜVs unter die Nase hält, werden sie kurz aufschreien - und sie dann wohl beiseite schieben. Wahrscheinlich gibt es in ihren Reihen viele, die damit rechnen, dass sie sich aufgrund ihrer guten Altersabsicherung einmal Privatpflege leisten können.

Quelle: Augsburger Allgemeine Zeitung vom 11. August 2009


   Pflege-TÜV: Zwölf Mann für eine Heimkontrolle

Altenheime und ambulante Dienste müssen sich jetzt einem Pflege-TÜV unterziehen. Das bedeutet: Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) benotet jede Einrichtung einmal im Jahr. Die Ergebnisse werden veröffentlicht. Das soll für Transparenz sorgen. Senioren und ihre Angehörige sollen so schwarze Schafe schneller erkennen können.

Augsburger Heime begrüßen den TÜV zwar, sind aber verunsichert, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Zwei wurden bereits kontrolliert. Sie fühlten sich fast überfordert von dem Aufgebot an Prüfern und Fragen.

Michaela Weber ist Bereichsleiterin Pflege der Caritas-Tochter CAB, die im Raum Augsburg sieben Altenheime betreibt. Sie beschreibt die Kontrolle in St. Rafael (Wolframviertel):

"In welcher Branche gibt es das, dass morgens um 7.30 Uhr zwölf Menschen auf der Matte stehen und das ganze Haus durchkämmen?" Es sei kaum zu bewältigen, allen Rede und Antwort zu stehen.

Mitarbeiterinnen wurden herbeitelefoniert

Die CAB-Geschäftsführerin kam selbst, Mitarbeiterinnen wurden von Zuhause herbeitelefoniert, um Auskunft zu geben und den Betrieb aufrecht zu erhalten. Weber hat für das Heim, das viel in Umbauten und Neuorganisation investiert hat, ein gutes Gefühl - ein Funken Unsicherheit aber bleibt, denn: "Die Prüfung war sehr defizitorientiert."

Auch andere Träger bereiten sich auf die Kontrollen vor. Vor Kurzem fand ein Treffen mit dem MDK statt, um Unsicherheiten aus den Weg zu räumen.

Trotzdem gibt es weiter Kritiker, etwa Armin Rieger vom Pflegestammtisch. Er sagt: "Die Kriterien ermöglichen, dass man schlechte Pflege durch die Dokumentation schönfärbt." Beispiel Essen: Benotet werden Qualität und Konzept. Wer also ein vermeintlich tolles Konzept vorlegt, könne schlechtes Essen in der Gesamtnote ausgleichen.

Selbst der MDK Bayern sieht den Pflege-TÜV kritisch. Dr. Ottilie Randzio rät, sich nicht nur die Gesamtnote anzuschauen. "Dann ist man nicht so gut informiert." Klaus Kneißl (städtische Seniorenfachstelle) warnt: "Die Noten sind als Orientierung gut. Aber es erübrigt sich nicht, sich vor Ort ein Bild zu machen."

Übrigens wird ein Augsburger bald das MDK-Team verstärken: Jörg Fröhlich, zurzeit noch Leiter des Afra-Heims. Er sagt: "Die Herausforderung wird es sein, die tatsächliche Qualität eines Hauses herauszufinden. Denn das Verfahren ist sehr dokumentenlastig."

Eckard Rasehorn (AWO) mutmaßt: "Manche Einrichtungen werden sich ganz auf die Kriterien konzentrieren". Anderes bleibe dann eventuell auf der Strecke. Experten rechnen mit einer Klagewelle von Trägern, die eine Fünf (die schlechteste Note) bekommen.

Auch Martin Neumeier (Eigenbetrieb Altenhilfe) steht den Prüfungen offen gegenüber, meint aber: "Wenn wir wegen einer Bewertung signifikant anderer Meinung wären, würden wir das tun." Rasehorn erwartet, dass die meisten Häuser im Mittelfeld landen - wodurch es keine Aussagekraft gibt. Bis Heime und Öffentlichkeit Ergebnisse sehen, wird es dauern. Sie werden erst veröffentlicht, wenn der MDK 20 Prozent der Einrichtungen geprüft hat. Das dauert bei 3500 Heimen in Bayern (Augsburg: 32) ein drei viertel Jahr.


   Kapelle des Seniorenzentrums erstrahlt in neuem Glanz

Zusmarshausen Sommerfest im Seniorenzentrum St. Albert zieht viele Besucher an

Bei strahlend schönem Sommerwetter fand vergangenen Sonntag das alljährliche Sommerfest des Seniorenzentrums St. Albert in Zusmarshausen statt.

Ein ganz besonderer Punkt in der Festordnung war dabei sicherlich die neue Einweihung der frisch renovierten Hauskapelle durch Dekan Freihalder.

"Es ist ganz einfach unser kleines Schmuckstück", so Pflegedienstleiterin Hörmann, "jeder Heimbewohner kann hier wieder einen Ort der Ruhe und Besinnung vorfinden!"

Die kleine Kapelle wurde 1911 das erste Mal gesegnet und bot bereits im früheren Krankenhaus den Patienten eine Gelegenheit zum Innehalten und Beten.

Anfang dieses Jahres zerriss jedoch ein Heizköper und verspritze den ganzen Raum mit dreckigem Wasser. Mithilfe der Versicherung konnten die dringendsten Schäden behoben werden, doch da eine Renovierung sowieso irgendwann nötig gewesen wäre, beschloss man, diese sofort durchzuführen.

Die reichlichen Stuckverzierungen wurden liebevoll von Maler Schömer wiederhergestellt, und die Firma Hartmuth verlegte neuen Parkettboden.

Die im Januar begonnen Arbeiten konnten schließlich Ende Juni beendet werden und die Kapelle wurde wieder mit ihrem ursprünglichen Mobiliar eingerichtet.

Den neuen Glanz, in dem die Kapelle nur wieder erstrahlt, konnten vergangenen Sonntag ebenfalls alle Besucher des dortigen Sommerfests bestaunen.

Des Weiteren war ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten, dass Groß und Klein in das Seniorenzentrum lockte.

Nach dem Festgottesdienst mit anschließenden Segnung wurden die Gäste mit einem ausladenden Mittags-Buffet kulinarisch verwöhnt.

Bei schönstem Wetter konnte man dann in der sommerlichen Gartenanlage des Heims bei Kaffee und Kuchen das gesellige Beisammensein genießen, wobei die Marktkapelle Zusmarshausen für urige Stimmung sorgte.

Weiterhin wurden Hausführungen angeboten, man konnte eine Kutschfahrt unternehmen oder sich in der Duft- und Wellness-Oase mit Handmassagen verwöhnen lassen.

Speziell für die Kleineren fand eine spannende Märchenstunde statt, und für alle Jungen und Junggebliebenen wurde ein Sitz-Fußball-Turnier veranstaltet.

Zahlreiche Besucher aus Zusmarshausen und Umgebung nutzen das schöne Wetter und verbrachten den Sonntag im Seniorenzentrum. Mit einer Abendandacht in der frisch renovierten Kapelle ließ man den Tag gemütlich ausklingen.

Anna Klein (akl)


   Altes Brauchtum zum Fest Mariä Himmelfahrt

Kräuter: Thymian, Oregano und Rosmarin

Der Katholische Frauenbund Dinkelscherben und Kinder die am Ferienprogramm teilnehmen lassen gemeinsam den seit Generationen überlieferten Brauch der heilkräftigen Kräuterbuschen weiterleben.

Das Sammeln der Kräuter findet am 13.08.09 statt.

Treffpunkt ist der Hof von Maria Glink.

Beginn der Sammelaktion ist 19.00 Uhr.

Frauenbundmitglieder werden die Aktion unterstützen und hoffen selbstverständlich auf weitere fleißige Sammlerinnen und Sammler.

Als Nebeneffekt kann man sicher beim Sammeln einiges über heimische Kräuter erfahren. Die gesammelten Schätze aus der Natur werden dann am 14.08.2009 im Dinkelhof Müller in Dinkelscherben zu Kräuterbuschen gebunden. Beginn: 9.00 Uhr.

Die so entstandenen kleinen Kunstwerke können beim Sommerfest in der Hospitalstiftung am 15.08.09 ab 8.30 Uhr im Hof des Altenheims gegen Spende erworben werden.

Der Verkauf findet vor dem Gottesdienst statt. Über eine rege Beteiligung würden wir uns freuen damit dieses schöne Brauchtum noch lange erhalten bleibt. Im Rahmen des Ferienprogramms bietet Frau Gertrud Kraus auch Kräuterbüschelbinden für Kinder an.

Für die Vorstandschaft, Karin Schubaur


   Hospitalstiftung beteiligt sich am Ferienprogramm

Praktisch kreatives Basteln

  • Wann: Mittwoch, 05. August 2009

    Beginn: 14.30 Uhr - Ende: 16.00 Uhr

  • Wo: Saal der Hospitalstiftung Dinkelscherben

  • Alter: ca. 11 Jahre

  • Mitbringen: gute Laune, Spaß und Lust am Basteln

  • Anmeldung: 17.07.2009

  • Kosten: 1,00

  • Teilnehmer: 6 - 8

  • Ansprechpartner: Frau Böhnert, Tel. 9606327 + Frau Lubberich, Tel. 96060


   Zum Verständnis der Pflegepolitik

Nachdem die Fernsehsendung "Report" aus Mainz zum wiederholten Male einen Beitrag zu den Mängeln in Altenpflegeheimen ausgestrahlt hatte, hat der Sohn eines Bewohners eines solchen Heimes sich im Internet kritisch zu diesem Beitrag geäußert. Dieser Beitrag spricht uns allen aus der Seele, weshalb wir uns entschlossen haben, diesen Beitrag in voller Länge hier abzudrucken.

TV-Report Mainz, Re: Transparenz in der Pflege: "Wie schlechte Heime zu guten Noten kommen"

geschrieben von: Marksch1974 (IP-Adresse bekannt) Datum:10. Februar 2009,11:28

Die Geschichte vom Sisyphos fällt mir ein, der vergeblich versuchte, einen Stein auf einen Berg zu rollen, aber stets vor dem Ziel scheiterte. Eine Metapher für die gegenwärtige Diskussion um die Qualität in den Pflegeheimen. Da empört sich eine blauäugige und von den Medien (bewusst) einseitig informierte Öffentlichkeit über die angeblich schlechten Zustände in den Heimen. Dabei muss klar sein, dass eine Einrichtung der Altenpflege in unserer Gesellschaft eigentlich kein gutes Ansehen haben kann. Schließlich kumulieren diese Häuser das Alter, die Gebrechlichkeit einer Gesellschaft in komprimierter Form, und wie mit einem Brennglas zeigt sich dort von Bettlägerigkeit bis schwerster Demenz die Schattenseiten der Hochaltrigkeit. Eigentlich wollen wir das gar nicht sehen.

Für den durchschnittlichen Bundesdeutschen ist ein gutes Heim lichtdurchflutet und von quietschvergnügten Senioren der Silver Generation bevölkert, die ihre Tagesunterhaltung aus einem reichhaltigen Portfolio aus Beschäftigungsgruppen, Musikkreisen und sonstigen Bespaßungen frei wählen können.

Dazu hochmotivierte Pflegekräfte, die in Sachen positiver Einstellung zum Beruf jede durchschnittliche Eventagentur locker in den Schatten stellen. Tja, das wäre schön...

Idealbild des Alters und Realität klaffen aber leider mindestens genauso weit auseinander wie Parteiprogramm und Realpolitik. Die durchschaubare Politik des MDK, sich erst zum Oberprüfbeauftragten der deutschen Pflegelandschaft zu ernennen, dann ein Prüfinstrument zu entwickeln und dann mit traurigen Augen zu erklären, dass es manipulierbar ist, nun das ist, gelinde gesagt erbärmlich. Angesehen davon, dass der MDK bis heute nicht wissenschaftlich schlüssig erklären kann, was Ergebnisqualität in den Heimen eigentlich ist, schwingt wieder einmal mehr dieses abgrundtiefe Misstrauen mit, dass von jeher den Häusern entgegengebracht wird. Das der MDK von den Pflegekassen beauftragt wird, die gleichzeitig mit Verweis auf die knappen Kassen die Budgets in den Häusern in unverantwortlicher Weise deckeln, dass erweckt anscheinend kein Misstrauen.

Und genau die Öffentlichkeit, die ansonsten ihrer Krankenkasse nicht soweit vertraut wie sie werfen kann, klebt dem MDK andächtig an den Lippen. Angesichts der Tatsache, dass ein durchschnittlicher Pflegeplatz etwa 3000 Euro im Monat kostet, empört sich die Öffentlichkeit über die angebliche Diskrepanz von Preis und Qualität. Moment mal. Umgerechnet bedeuten 3000 Euro im Monat gerade einmal 100 Euro am Tag, für Pflege, Therapie, Unterkunft und Verpflegung. Eine Nacht in einem Mittelklassehotel mit Frühstück kostet etwa 80 bis 100 Euro.

Spätestens hier müsste jedem, der redlich denkt und nicht blauäugig oder schlicht aus Dummheit die Augen verschließt, klar sein, dass der Begriff "teuer" hier nicht greift. Und es muss auch klar sein, dass mit diesem Betrag eine Grundversorgung in einem Heim bezahlt und auch geleistet wird. Es ist für mich als Angehörigen bewundernswert, wie der allergrößte Teil der Heime es schaffen, angesichts dieser beschämenden Rahmenbedingungen trotzdem so eine gute und engagierte Arbeit zu leisten.

Ich schäme mich zutiefst für meine Mitbürger, die diese Arbeit aus Unkenntnis oder aus politischem oder ökonomischem Kalkül kontinuierlich in den Dreck ziehen. Und da wundert Ihr Euch, wenn immer weniger junge und engagierte Leute diesen schweren und doch so wichtigen Beruf ergreifen, anstatt geschlossen auf eine Zukunft als Superstar oder IT-Millionär zu hoffen? Dass diese jungen Menschen ihren Berufsalltag nicht in einer Umgebung verbringen möchten, die von Anfeindungen und haltlosen Unterstellungen geprägt ist? Ich bin angesichts des Tenors des Berichts von Report zutiefst empört, verletzt und ich fordere alle MDK-Funktionäre und Heimkritiker auf, eine Bußwallfahrt zum nächstgelegenen Pflegeheim zu unternehmen.

Dort schauen Sie sich bitte alles ganz genau an, befragen die Menschen, die dort leben und arbeiten, und bitten dann um Vergebung für die ständige Kriminalisierung einer Branche, die eine der wichtigsten Aufgaben in diesem Land erfüllt. Mein Vater, der seit Jahren in einem Heim vorbildlich gepflegt wird, hätte nicht diese Lebensqualität, würde es diese Einrichtungen nicht geben. Und ich kenne genug Heime, um dies behaupten zu können.

Ach ja, die Metapher vom Sisyphos... Trotz aller Kraftanstrengungen hat er sein Ziel nie erreicht. Und genauso werden es die Heime nicht schaffen, in einer Öffentlichkeit von MDK-Funktionären und schlicht manipulierter Bevölkerung wirklich realistisch beurteilt zu werden. Sisyphos war eine tragische Figur. Die Altenpflege ist eine tragische Branche.


"Unverhofft kommt oft"

Ganz aktuell auch noch ein praktisches Beispiel:

Am 18. März 09 hatten wir am späteren Nachmittag noch unangemeldeten Besuch der Heimaufsicht des Landkreises Augsburg in Dinkelscherben. Der, wie bekannt wurde, außergewöhnliche Besuch ist auf eine anonyme Beschwerde zurückzuführen, die eine zu geringe Personalbesetzung in der Pflege bemängelte.

Die Realität bewies dann aber innerhalb kurzer Zeit, dass sämtliche Wohnbereiche mit einer Pflegefachkraft im Dienst besetzt waren, ebenso die Anzahl der Mitarbeiter dem Umfang der Anforderungen unserer Bewohner entspricht, so wie es im Optimalfall auch sein soll.

Die Einstufung der Bewohner in die einzelnen Pflegeklassen 1 bis 3 stellt die Grundlage zur Berechnung des Stellensoll für die Anzahl der Mitarbeiter der Wohnbereiche dar.

Die Auswertung der Dienstpläne durch die Aufsichtsbehörde wird sowohl die / den Beschwerdeführer /-in, als auch uns darüber nochmals ausführlich informieren, ob in dem dann überprüften 8-Wochen-Dienstplan-Zeitraum beanstandenswerte Personalbesetzungen zu bemängeln gewesen sein sollten.

Ich gehe davon aus, dass dies nicht der Fall sein wird.

Klaus-Peter Hafner


   Prälatengarten wurde gesegnet

Beim Patroziniumsfest des Seniorenheimes in Dinkelscherben wurde der Segen für den Prälatengarten und das neue Fahrzeug im Seniorenzentrum St. Albert erteilt.

Wolken, Regen und Kälte konnten Bewohner, Besucher und Angestellte nicht davon abhalten das Patrozinium zu feiern.

Das Fest wurde in den großen Festsaal verlegt, der Gottesdienst in der St.-Simpert-Kirche fand nebenan statt, die Segnung des neuen Prälatengartens für Demenzkranke fand trotz Regen statt und danach wurde im Festsaal einfach zusammengerückt.

 

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Quelle: Augsburger Allgemeine vom 23. August 2008


   Extra: 400 Jahre Hospitalstiftung (März 2003)

Seit 400 Jahren steht in der Hospitalstiftung Dinkelscherben gemäß des Gründerwillens die Betreuung Kranker und Pflegebedürftiger im Mittelpunkt.

Das Festprogramm

  • Am Freitag, 9. Mai, hält Peter Lengle um 20 Uhr im Heimatmuseum Dinkelscherben einen Vortrag über Spitäler und Siechenhäuser

  • Am Freitag, 16. Mai, spricht Kreisheimatpfleger Prof. Dr. Walter Pötzl um 20 Uhr im Heimatmuseum Dinkelscherben über Spitäler auf dem Land

  • Am Freitag, 23. Mai, referiert Kreisheimatpfleger Prof. Dr. Walter Pötzl um 20 Uhr im Festsaal des Seniorenheims in Dinkelscherben über die Gründung des Spitals Dinkelscherben

  • Am Mittwoch, 28. Mai, kommen 'um 20 Uhr die "Klostertaler" zu einem Konzert ins Festzelt der Maifestwoche in Zusmarshausen. Karten gibt es unter anderem im Kundencenter der AZ Augsburger Land in der Bahnhofstraße 8-10 in Gersthofen

  • Am Freitag, 30. Mai, ist um 20 Uhr im Festsaal des Seniorenheimes die Entwicklung des Spitals Thema des Kreisheimatpflegers

  • Am Sonntag, 1. Juni, befasst sich Pötzl um 19.30 Uhr im Festsaal des Seniorenheimes mit der Spitalordnung.

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Quelle: Augsburger Allgemeine vom 08. August 2003


   Die Herren kamen sozialen Pflichten nach

Ihre neugotische Ausstattung mit dem wertvollen Flügelaltar des Augsburger Kunstschreiners Ebner erhielt die Kapelle in der Dinkelscherber Hospitalstiftung im Jahr 1871.

Festvortrag des Kreisheimatpflegers beleuchtet die Entstehung der Dinkelscherber Einrichtung: Vorbild für Reiche von heute?

Kreisheimatpfleger Prof. Dr. Walter Pötzl beruhigte die Versammlung zur 400-Jahrfeier im Festsaal der Hospitalstiftung Dinkelscherben: Wer bereits vor 20 Jahren zum 380-jährigen Bestehen der Dinkelscherber Hospitalstiftung seinen Festvortrag gehört habe, werde heute viel neues erfahren. "14 Tage intensive Archivarbeit haben viele interessante Details für den heutigen Festvortrag ergeben", sagte Pötzl.

Aus dem sehr umfangreichen Archivmaterial präsentierte der Kreisheimatpfleger den Festgästen seine jüngste Erkenntnisse. Bis zum Jahr 1507 war Dinkelscherben ein Weiler der Pfarrei Steinekirch.

Beim Quellenstudium habe er sich nicht des Eindrucks erwehren können, dass das Domkapitel mit dem Erwerb der Pflege Zusameck einen Gegenpunkt aufbauen wollte zum wichtigen Kristallisationspunkt des bischöflichen Hochstifts in Zusmarshausen.

Ganz gezielte Politik

Das Domkapitel habe eine ganz gezielte Erwerbspolitik betrieben, immer mehr Bauernhöfe auch im Dinkelscherber Umland gekauft und so eine Herrschaft aufgebaut. Ein erster Punkt war die Verleihung der Hochgerichtsbarkeit - der Galgen stand östlich von Dinkelscherben. Es folgte die Loslösung als eigene Pfarrei, "zu damaliger Zeit ein schwieriger Akt", die Ernennung zum Markt, die Verleihung des Wappens und die Erhebung zum Obervogtamt.

"In diesem Zusammenhang muss die Gründung des Spitals gesehen werden, sie diente der Ausübung von Herrschaft, damals in erster Linie im Sinne der von Ausübung sozialer Verpflichtung." Sie fügte sich in den Herrschaftsausbau, sichtbar an der Konzentration in der Ortsmitte. "Der Stifter Freiherr von Bettendorf war sehr reich, aber sich auch bewusst, dass dieser Reichtum soziale Verpflichtung bedeutet", sagte Pötzl.

 

Burg wurde abgebrochen

Würden sich Reiche heute genauso verhalten, wären seiner Ansicht nach manche sozialen Probleme leichter zu lösen, meinte er. Der Bau des Spitals lasse sich anhand der Rechnungen sehr gut verfolgen, mache ihn als Historiker aber auch traurig: Zum Bau wurden auch die Nagelfluh-Steine der Steinekircher Wolfsburg verwendet, die dafür abgebrochen wurde.

Aufgenommen wurde ins Spital, wer arbeitswillig war, wer sein ganzes Leben gearbeitet und seinen Unterhalt redlich verdient und einen guten Leumund hatte - "andere hatten keine Chance, das muss in aller Deutlichkeit gesagt werden", berichtete der Kreisheimatpfleger aus den umfangreichen Aufzeichnungen des Spitals.

Säkularisation überstanden

Heil überstanden hat die Hospitalstiftung die Säkularisation: "Stiftungen wurden meist nicht angetastet", sondern übernahm sogar noch das Spital von Hausen. "Dass das Sozialsystem heute nicht mehr finanzierbar ist, liegt auch daran, dass es nicht mehr so viele Leute mit Idealismus gibt, wie die Schwestern, die bis 1980 Dienst taten", erwähnte Pötzl zum Abschluss seines geschichtlichen Abrisses. "Das Hospital ist es wert, sich intensiver mit ihm zu befassen", sagte er und verwies auf die Vortragsreihe zum Jubiläum.

Stele enthüllt

Vor dem Dinkelscherber Seniorenheim steht seit gestern eine bleibende Erinnerung an das 400. Gründungsjubiläum der Hospitalstiftung Dinkelscherben: Die erste Stele im Markt Dinkelscherben als Geschenk des Heimatvereins enthüllten Heimleiter Klaus-Peter Hafner und Bürgermeister Peter Baumeister gemeinsam mit Konrad Niederhuber vom Heimatverein.

Niederhuber erläuterte die Geschichte der Stele, die der Anfang eines Kulturwegs sein soll. Die Idee entstand durch das Vorhaben des Heimatvereins, die Besenkapelle zu renovieren. Damit erklärt werden kann, was es mit dieser Kapelle auf sich hat, kam Niederhuber gemeinsam mit seinem Sohn Michael zum Entschluss "was G'scheites zu machen, um diese und andere Punkte der Ortsgeschichte vorzustellen. Michael Niederhuber entwickelte die Stele, die Informationen über die Hospitalstiftung trägt, aus dem Ortswappen: Der Sockel symbolisiert den Scherben, aus dem die drei hölzernen Dinkelhalme ragen.

Bild unten: Zum Abschluss der Feierlichkeiten in Dinkelscherben enthüllten (von links) Heimleiter Klaus-Peter Hafner, Bürgermeister Peter Baumeister und der Vorsitzende des Heimatvereins, Konrad Niederhuber eine Stele. Sie erinnert an das 400. Gründungsjubiläum der Hospitalstiftung.

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Quelle: Augsburger Allgemeine vom 08. August 2003


   Ruhr-Epedimie war Anlass für Bau eines Hospitalstifts

Der alte Spitalhof mit den barmherzigen Schwestern. 

Domdekan von Ostrach stiftete sein gesamtes Vermögen.

Eine Ruhr-Epidemie, die 1599 kursierte, gab den Ausschlag dafür, dass - vom Vogt genehmigt - Domdekan Johannes Hieronymus Stor ab Ostrach Dr. Occo beauftragte, sich um die Pflege Betroffener zu kümmern.

Dies war der Anfang der Hospitalstiftung Dinkelscherben. Im Jahr 1601 erwarb von Ostrach ein Grundstück zum Bau eines Spitals.

Als 1604 der Bischof seine Zustimmung gab, wird mit dem Bau (nach Entwürfen eines Elias-Roll-Schülers) begonnen.

Schließlich wurde im Jahr 1606 das Haus kirchlich eingeweiht. Am 5. November 1614 starb Domdekan von Ostrach und hinterließ sein gesamtes Vermögen dem Spital.

Um 1700 wurden dann die ersten Neubauten errichtet. Erst im Jahr 1743 wurden wiederum Umbauten vorgenommen, als der Gönner Domherr Wilhelm Freiherr von Bettendorf eine große Summe stiftete und die Bettenanzahl von 16 auf 58 erhöht werden konnte.

Das damalige Personal bestand neben dem Spitalvater aus Magd, Küchenmagd, Spitalknecht, Krankenwärter und Krankenwärterin - insgesamt sieben Personen.

Nach der Säkularisierung ging dann das Verwaltungsrecht an die bayerische Krone über. Erst zu dieser Zeit bekam das Spital einen Spitalarzt, Dr. Benedikt Hagenmiller, der für die Kranken verantwortlich war.

 

Das Spital und das Schulhaus. 

 

Der neugotische wertvolle Flügelaltar des Augsburger Kunstschreiners Ebner erhielt die Kapelle im Jahr 1871. 

Quelle: Augsburger Allgemeine vom 08. August 2003

Wertvolle Ausstattung

Im Jahr 1871 wurde der Innenausbau der Spitalkapelle "Mariä Himmelfahrt" in Angriff genommen, und so kam die Kapelle zu ihrer schönen neugotischen Ausstattung.

Der Flügelaltar wurde vom Augsburger Kunstschreiner Ebner gefertigt.

Seit dem Jahre 1853 kümmerten sich die Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul um die Bedürftigen.

Sie blieben rund 130 Jahre, bis sie im 1980 zum Mutterhaus zurückberufen wurden.

Von 1978 bis 1983 wurde das Haus dann wiederum um einen Neubau erweitert, und der Altbau gründlich saniert.

 

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   In Zusmarshausen wächst ein zweites Standbein

Hospitalstiftung errichtet weiteres Heim in Nachbargemeinde

Als soziales Dienstleistungsunternehmen sieht sich die Hospitalstiftung Dinkelscherben. Der Stiftungszweck ist der Unterhalt und der Betrieb eines Altenheimes für die Unterbringung und Versorgung alter, gebrechlicher und der Hilfe bedürftiger Personen beiderlei Geschlechts, in erster Linie aus dem Regierungsbezirk Schwaben. Diesen Zweck will die Stiftung mit ihrem Heimleiter Klaus-Peter Hafner nicht nur in seinem angestammten Sitz, sondern künftig auch in Zusmarshausen verfolgen.

Dort entsteht zur Zeit das nach dem heiligen Albert von Wörleschwang als Patron der Kranken und Pflegebedürftigen benannte Seniorenzentrum St. Albert mit 75 Pflegeplätzen. Baubeginn auf dem Gelände des früheren Kreis- und Bezirkskrankenhauses war im September 2001.

Die Eröffnung mit dem Bezug der ersten 25 Plätze soll im Juli erfolgen, die Altarweihe ist im Herbst vorgesehen. Die Einweihung des Heims ist für Frühjahr nächsten Jahres terminiert.

Die Baukosten sind mit 7,7 Millionen Euro veranschlagt. Der Markt Zusmarshausen bezuschusst neun Pflegeplätze und der Landkreis 66 Pflegeplätze mit jeweils 23.000 Euro, der Freistaat alle Betten noch einmal mit dem selben Betrag. Insgesamt erwartet die Hospitalstiftung also 3,5 Millionen Euro an Zuschüssen. Geplant ist aufgrund der größeren Kapazitäten, den Service "Essen auf Rädern" auszuweiten.

Im Dinkelscherber Seniorenheim hat die Stiftung ein vielfältiges Angebot für bis zu 112 Menschen: Von Zimmer mit Terrasse, Einzel- und Zweibettzimmern mit und ohne Balkon sowie Zwei-Zimmer-Appartements speziell für Ehepaare, einschließlich aller Pflegemöglichkeiten.

Das Freizeit- und Beschäftigungsangebot ist ebenso umfangreich: Vom regelmäßigen Vorlesen der Tageszeitung über Gesellschaftsspiele, Handarbeitsstunden mit Basteln, Weben oder Malen, Musikstunden zum Mitsingen und Mitmusizieren, Gymnastikstunden im Sitzen, Dia- und Filmvorträge, für die gläubigen Heimbewohner täglich eine heiligen Messe in der Hauskapelle, Kaffeekränzchen, Besuchen mit einem eigens eingesetzten Bus aus Zusmarshausen, gemeinsame Geburtstagsfeiern sowie etlichen Feste im Jahreslauf bis hin zu einem Heimausflug. Von der Heimaufsicht gab es kürzlich Bestnoten.

Prälat Lutz seit 1976 Vorsitzender

Im Stiftungsvorstand vertreten sind das Domkapitel, der Landkreis, die politische und kirchliche Gemeinde Dinkelscherben. Vorsitzender ist als Vertreter des Caritasverbandes der Diözese Augsburg seit dem Jahr 1976 Prälat Hermann Lutz.

Bild unten: Der Bau des Seniorenzentrums St. Albert in Zusmarshausen ist das jüngste Projekt der 400 Jahre alten Hospitalstiftung Dinkelscherben.

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Quelle: Augsburger Allgemeine vom 08. August 2003


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